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Rezwan Waris – der Traum einer eigenen Wäscherei

Während Rezwan seine Bügelarbeit erledigt, überblickt er die geschäftige Hauptstraße in Pasrur, einer historischen Stadt in der Nähe von Sialkot. „Daoud Ahmed´s Laundry Shop“ steht auf einem hübschen Schild auf seinem Schaufenster. Neben Rezwan liegen sauber gefaltete, weiße, hellblaue, graue und beigefarbene „Kurtas“ und „Pajamas“ – die langen Shirts und weiten Baumwollhosen, die Männer in Pakistan traditionell tragen.

Sein Bruder Mohammad ist Fußballnäher bei Talon, was dem 23 jährigen Rezwan die Aufnahme eines Kredits in Höhe von Rs. 30.000 (ca. 350 Euro) aus dem Talon Fair Trade Workers Welfare Society Programm ermöglichte. Mit diesem Geld konnte Rezwan seine kleine Wäscherei aufbauen. Die teuersten Investitionen waren die große Waschmaschine und die Trockenschleuder, welche seine Mutter in ihrem Haus wenige Gehminuten von seinem Laden entfernt bedient. 6 Anzüge oder 12 andere Wäschestücke können in einem 15 minütigen Waschgang gewaschen und anschließend auf dem Dach des Hauses getrocknet werden. Seit Daoud Ahmed´s Laundry im Dezember 2006 eröffnete, gehen die Geschäfte gut. Je nach Material nimmt Rezwan zwischen Rs. 25 und Rs. 30 (42 – 50 Cent) für Waschen und Bügeln eines Kleidungssets. (Durchschnittlich brauchen Männer in Pasrur zwischen drei und vier solcher frischer Sets pro Woche). Nach Abzug der Miete und anderer Ausgaben wie Waschmittel, bleiben Rezwan zwischen Rs. 200 und Rs. 250 pro Tag, was dem Gehalt eines FairTrade Fußballnähers entspricht. Die Arbeit ermöglicht ihm ein verlässliches und kontinuierliches Einkommen für sich selbst und zur Unterstützung seiner Eltern und Geschwister. Und die Wäscherei ist mittlerweile so gut frequentiert, dass Rezwans Cousin in den Betrieb einsteigen konnte. Seither steht hinten im Laden ein Tisch, an dem der Cousin Anzüge näht und kleine Änderungen vornimmt.

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